Nebenberuflich
Ein fester Nachmittag neben der Praxis
Als Minijob neben deiner Anstellung, an einem Tag, an dem du keine Behandlungen hast. So merkst du in Ruhe, ob dir dieser Arbeitsmodus liegt, ohne deine Stelle aufzugeben.
Für Ergotherapeut:innen
Mit anerkanntem Abschluss: Ergotherapeut:in
Bei uns erlebst du Alltag gemeinsam – ohne Verordnungstakt, aber mit fester Beziehung.

Ein Beispiel, wie ein Kalender in einer Praxis aussehen kann. Jede Praxis taktet anders. Schalte um.
Du wirst bei uns vieles bemerken, was anderen entgeht. Handeln wie in der Therapie wirst du nicht. Diese Grenze ist uns wichtig, für dich und für die Menschen, die du begleitest.
Fällt dir auf, dass jemand ein Hilfsmittel oder eine Therapie brauchen könnte, sagst du es unserer Fachkraft. Sie klärt mit der Person und ihren Angehörigen, wer dafür zuständig ist.
Ergotherapie will Handlungsfähigkeit im echten Leben. Die Bedingungen in vielen Praxen lassen dafür wenig Raum.
Das spricht nicht gegen die Ergotherapie. Es beschreibt eine Verordnungslogik und eine Vergütung, die für den Alltag selbst kaum Zeit lassen.
Zwei Minuten, dann melden wir uns. Du musst noch nicht wissen, ob du neben der Praxis anfängst oder ganz umsteigst.
So kann ein Besuch aussehen. Damit es keine Missverständnisse gibt: Das ist keine Ergotherapie. Keine Übungsprogramme, keine Befunde, keine Hilfsmittelberatung als Therapie. Ihr verbringt einen Nachmittag zusammen.
Du klingelst bei Frau M. Ab jetzt ist deine Zeit bezahlt. Das Rezeptheft ihrer Mutter liegt schon auf dem Tisch.
Ihr backt Apfelkuchen. Sie rührt, du schneidest die Äpfel. Wer was macht, entscheidet sie.
Der Kuchen ist im Ofen. Sie erzählt, für wen sie früher jeden Sonntag gebacken hat.
Ihr esst das erste Stück und überlegt, was ihr nächste Woche macht. Vielleicht den Wochenmarkt.
Drei Sätze in die App. Kein Therapiebericht, kein Verlaufsbogen.
Du hast nichts angeleitet und nichts bewertet. Du warst dabei, als Alltag stattgefunden hat.

Nebenberuflich
Als Minijob neben deiner Anstellung, an einem Tag, an dem du keine Behandlungen hast. So merkst du in Ruhe, ob dir dieser Arbeitsmodus liegt, ohne deine Stelle aufzugeben.
Hauptberuflich (Teilzeit)
Mehrere feste Menschen und verabredete Besuche statt Behandlungsserien. Wie viele Stunden in Teilzeit zusammenkommen, hängt davon ab, wie viele Menschen in deiner Gegend gerade jemanden für den Alltag suchen. Das besprechen wir offen, bevor du die Praxis verlässt.
Auch als Angestellte:r einer Praxis musst du eine Nebentätigkeit oft anzeigen oder genehmigen lassen. Schau in deinen Arbeitsvertrag.
Lohn, Umfang und Vertrag, wie sie für alle Begleiter:innen gelten. Ohne Verordnung und ohne Abrechnungsziffern.
Nein. Bei uns arbeitest du als Alltagsbegleitung, nicht als Ergotherapeut:in. Du stellst keine Befunde, setzt keine Therapieziele und leitest keine Übungen an. Dein Wissen hilft dir, aufmerksam zu sein und Beobachtungen weiterzugeben. Behandeln gehört nicht zu deinem Auftrag.
Keine Verordnung, keine Heilmittelabrechnung. Die Begleitung ist eine Unterstützung im Alltag und wird nicht als Therapie abgerechnet. Um die Abrechnung kümmern wir uns; du schreibst nach dem Besuch eine kurze Notiz in der App.
Ja. Ein fester Besuch pro Woche an einem behandlungsfreien Nachmittag ist als Minijob gut machbar. Kläre vorher, ob dein Arbeitsvertrag eine Anzeige oder Genehmigung von Nebentätigkeiten verlangt.
Das hängt von deiner jetzigen Stelle ab, und wir wollen nichts beschönigen. Die genauen Zahlen stehen oben; leg sie neben deine Abrechnung. Was sich sicher unterscheidet, ist der Arbeitsmodus: keine Verordnungen, keine Behandlungsserien, eine kurze Notiz statt Therapiebericht.
Das können wir dir nicht zusagen. Bei uns arbeitest du nicht als Ergotherapeut:in, sondern in der Alltagsbegleitung. Ob und wie das für eine Weiterbildung, eine Bewerbung oder eine Eingruppierung zählt, entscheiden andere. Ein Arbeitszeugnis über deine Tätigkeit bei uns bekommst du selbstverständlich.
Du hast Ergotherapie gelernt, weil dir der Alltag von Menschen wichtig ist. Bei uns bist du mittendrin, ohne ihn behandeln zu müssen.