Für staatlich anerkannte Heilpädagog:innen

Mit anerkanntem Abschluss: Staatlich anerkannte:r Heilpädagog:in

Beziehung vor Förder­plan-Taktung.

Individuelle Stärken sehen und Alltag gemeinsam gestalten – mit Zeit für genau einen Menschen.

Erst im Gespräch klären
  • Kein Förderplan, kein Entwicklungsbericht
  • Eine Person pro Besuch
  • Bezahlte Einarbeitung
Eine junge Frau und eine ältere Frau sitzen zusammen auf einem Sofa und lachen.
Kein Förderziel auf dem Tisch. Nur der Nachmittag.

Du hast gelernt, zuerst zu sehen, was ein Mensch kann. Bei uns ist das die ganze Aufgabe.

Keine Förderstunde, die pünktlich enden muss. Kein Bericht, der das Gelernte in Ziele übersetzt. Ein Mensch, ein fester Nachmittag und dein Blick für das, was gelingt.

Dein Blick bleibt. Die Maßnahme nicht.

Wir sagen es gleich am Anfang: Alltagsbegleitung ist keine heilpädagogische Förderung und keine Behandlung. Du nimmst deine Haltung mit, nicht deinen Auftrag.

Was bleibt

  • Der Blick für Ressourcen statt für Defizite
  • Beziehung, die über Wochen und Monate wächst
  • Geduld, klare Sprache, verlässliche Absprachen
  • Alltag gemeinsam gestalten: Einkauf, Spaziergang, Kochen, Spiele, Musik
  • Drei Sätze in der App statt Entwicklungsbericht

Was wegfällt

  • Förderplan, Förderziele und deren Fortschreibung
  • Entwicklungs- und Verlaufsberichte
  • Heilpädagogische Maßnahmen und Diagnostik
  • Abrechnung nach Fördereinheiten und Stundenkontingenten
  • Körperpflege und Medikamentengabe

Wenn dir auffällt, dass jemand mehr Unterstützung braucht, als Begleitung leisten kann, sprichst du mit unserer Fachkraft. Einschätzen und weitervermitteln ist dann ihre Aufgabe.

Kein Bericht, nur ein paar Angaben.

Deine Qualifikation als staatlich anerkannte:r Heilpädagog:in ist schon eingetragen. Zwei Minuten, kein Lebenslauf. Wir melden uns und hören zu, was du suchst und was nicht mehr.

  • Kein Lebenslauf, kein Anschreiben
  • Antwort meist per Telefon in den nächsten Tagen
  • Dein Abschluss ist schon vorausgewählt
Wie möchtest du einsteigen?
Vorausgewählt: Staatlich anerkannte:r Heilpädagog:in. Stimmt nicht? Einfach ändern.

Kein Lebenslauf, kein Anschreiben. Die Postleitzahl brauchen wir, um Menschen in deiner Nähe zu finden.

Noch etwas dazu sagen? (optional)
Anrufen geht meist schneller als Mails.
Wie viele Stunden pro Woche?
Was machst du gern?

Deine Angaben bleiben auf unseren Servern in Deutschland und dienen nur deiner Bewerbung. Datenschutzerklärung

Lieber erst sprechen? Ruf an: 0221 98650480

Du weißt, was dieser Mensch bräuchte. Das Kontingent reicht dafür nicht.

Heilpädagogik ist Beziehungsarbeit. Die Bedingungen, unter denen sie oft stattfindet, sind es selten.

Förderzeit im Takt

Die Einheit ist bewilligt, der nächste Termin steht schon im Flur. Wenn gerade Vertrauen entsteht, ist die Stunde oft vorbei.

Berichte, die Zeit fressen

Förderpläne fortschreiben, Ziele begründen, Verläufe dokumentieren. Vieles davon passiert nach der eigentlichen Arbeit.

Zu wenig von allem

Zu wenig Personal, zu wenig Räume, zu wenig Zeit für Absprachen. Die Einrichtung tut, was sie kann, aber es reicht selten.

Der Mensch muss ins System passen

Bedürfnisse werden in Ziele, Maßnahmen und Kategorien übersetzt, damit sie bewilligt werden. Was nicht hineinpasst, fällt leicht heraus.

Das ist keine Kritik an deiner Einrichtung. Es sind Rahmenbedingungen, die individuelle Beziehung schwer machen.

Eine Förderstunde im Takt. Oder ein Mensch mit Zeit.

Lies, was neben der eigentlichen Arbeit alles mitläuft. Dann stell es leiser.

Der Nächste wartet schonFörderziel dokumentierenDas Kontingent ist fast aufgebrauchtEntwicklungsbericht bis FreitagDer Raum ist doppelt belegtVerlängerung beantragenEltern warten im FlurFörderplan fortschreibenTeamsitzung verschobenHilfeplangespräch vorbereitenEinheiten abrechnenWir müssen pünktlich aufhören
Eine ältere Frau knetet an einem Küchentisch Teig mit den Händen.
Sie kann das seit Jahrzehnten. Du schaust zu.

Nicht fördern, um einen Haken zu setzen – begleiten, damit Alltag gelingt.

Die Menschen, die du bei uns begleitest, sind überwiegend ältere Menschen, die zu Hause leben. Sie brauchen keinen Förderplan. Sie möchten ihren Alltag weiter selbst gestalten: einkaufen gehen, Besuch empfangen, den Kuchen backen, den sie immer gebacken haben.

Hier hilft dir dein heilpädagogischer Blick. Du siehst, was jemand noch gern selbst tut, und lässt ihm den Raum dafür. Du nimmst nicht ab, was gelingt, und du übst nichts ein, das niemand üben will.

Das ist keine Förderung und keine Maßnahme mit Ziel und Überprüfung. Es ist Begleitung, die sich nach dem Menschen richtet, Woche für Woche, mit derselben Person.

Neben deiner Stelle oder als neue Hauptstelle.

Nebenberuflich

Ein fester Nachmittag, als Minijob

Viele Heilpädagog:innen arbeiten in Teilzeit. Ein fester Besuch pro Woche lässt sich daneben gut einrichten, und du merkst, wie sich Begleitung ohne Förderauftrag anfühlt. Ob du die Nebentätigkeit anzeigen musst, steht in deinem Arbeitsvertrag.

Hauptberuflich (Teilzeit)

Als Hauptstelle in Teilzeit

Mehrere feste Menschen, verteilt über die Woche, angestellt mit Urlaub und Lohnfortzahlung. Wie viele Stunden gleich möglich sind, hängt davon ab, wer in deiner Nähe gerade Begleitung sucht. Das sagen wir dir vorher ehrlich.

Die Rahmenbedingungen für Heilpädagog:innen

Hier gibt es nichts zu interpretieren: Lohn, Umfang und Vertrag, wie sie im Vertrag stehen.

Einstieg mit anerkanntem Abschluss
16 € pro Stunde, weitere Stufen nach Zeit im Team
Umfang
2 bis 12 Stunden pro Woche zum Start, hauptberuflich in Teilzeit auch mehr
Vertrag
Angestellt, kein Gewerbe: Minijob, Werkstudent:in, Teilzeit
Bezahlte Zeit
Ab dem Klingeln an der Tür. Fährst du direkt zum nächsten Einsatz, ist die Fahrt dazwischen bezahlt.
Einarbeitung
Bezahlt. Mit anerkanntem Abschluss in der Regel ohne zusätzliche Basisqualifizierung (40 UE).
Urlaub
Voller gesetzlicher Anspruch, auch im Minijob
Dokumentation
Eine kurze digitale Besuchsnotiz in der App
Rückhalt
Eine erreichbare Fachkraft und ein persönliches Team

Was Heilpädagog:innen wissen wollen

Deine Frage ist nicht dabei? Ruf an: 0221 98650480
Ist das heilpädagogische Förderung?

Nein. Du führst bei uns keine heilpädagogischen Maßnahmen durch, stellst keine Diagnosen und arbeitest nicht an Förderzielen. Du begleitest Menschen im Alltag. Deine Ausbildung hilft dir dabei, genau hinzusehen, aber sie wird nicht als Förderleistung angeboten oder abgerechnet.

Muss ich Förderpläne oder Berichte schreiben?

Nein. Nach jedem Besuch schreibst du eine kurze digitale Notiz in der App: wie es war, was ansteht, ob dir etwas aufgefallen ist. Förderpläne, Entwicklungsberichte oder Verlaufsdokumentation gibt es bei uns nicht.

Wen begleite ich?

Überwiegend ältere Menschen, die zu Hause leben und im Alltag Gesellschaft und Unterstützung suchen. Wir bringen dich mit Menschen zusammen, mit denen du Interessen teilst, statt dich irgendwem zuzuteilen. Körperpflege und Medikamente gehören nicht dazu.

Kann ich das neben meiner Stelle machen?

Ja. Ein oder zwei feste Besuche pro Woche passen als Minijob gut neben eine Teilzeitstelle. Viele Träger möchten, dass du eine Nebentätigkeit vorher anzeigst oder genehmigen lässt. Schau in deinen Vertrag; eine kurze Tätigkeitsbeschreibung bekommst du von uns.

Verdiene ich so viel wie in meiner jetzigen Stelle?

Wir zahlen einen festen Stundenlohn für Alltagsbegleitung, keine Vergütung nach heilpädagogischer Eingruppierung. Wenn du jetzt nach Tarif als Heilpädagog:in bezahlt wirst, liegt unser Lohn in der Regel darunter. Die genaue Zahl steht in den Rahmenbedingungen auf dieser Seite.

Weniger Ziele. Mehr Beziehung.

Du musst niemandem mehr beweisen, dass ein Nachmittag etwas gebracht hat. Es reicht, dass er gut war.

Erst mal sprechen

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