Für Pflegefachkräfte

Mit anerkanntem Abschluss: Pflegefachfrau / Pflegefachmann

Kein Betreuungs­schlüssel. Ein Mensch.

Bleib bei Menschen – und lass Stationsdruck, Körperpflege und Behandlungspflege hinter dir.

  • Keine Körper- oder Behandlungspflege
  • Angestellt, kein Gewerbe
  • Ab 2 Stunden pro Woche
Eine Begleiterin und eine ältere Frau sitzen nebeneinander und lachen miteinander.
Ein Nachmittag, eine Person. Niemand klingelt nebenan.

Du weißt, was gute Pflege wäre. Die Schicht lässt es nicht zu.

Das liegt nicht an dir und nicht an deinem Beruf. Es liegt an einem System, in dem eine Fachkraft für zu viele Menschen gleichzeitig zuständig ist.

  1. Ein Schlüssel, der nicht aufgehtAuf dem Papier ist die Schicht besetzt. In Wirklichkeit fehlt jemand, und die Arbeit von zwei verteilt sich auf dich.
  2. Einspringen als NormalzustandDas freie Wochenende ist geplant, bis das Telefon klingelt. Und du sagst ja, weil sonst niemand kommt.
  3. Der Rücken führt BuchHeben, Lagern, Mobilisieren unter Zeitdruck. Irgendwann merkst du jede Schicht auch am nächsten Morgen.
  4. Moralischer StressDu siehst, dass jemand reden möchte, und musst weiter. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil drei andere warten.
  5. Dein Anspruch bleibt liegenDu bist Pflegefachkraft geworden, um Menschen gerecht zu werden. Genau das kommt im Alltag am kürzesten.

Eine Schicht voller Menschen. Oder ein Mensch.

Schalte um und sieh, was sich an deiner Aufmerksamkeit ändert.

Gleichzeitig auf einer Schicht (symbolisch)

  • Klingel Zimmer 4
  • Verbandswechsel
  • Medikamente stellen
  • Übergabe
  • Arztvisite
  • Lagerung
  • Neuaufnahme
  • Klingel Zimmer 11
  • Pflegebericht
  • Angehörige am Telefon
  • Blutzucker
  • Klingel Zimmer 7

Der Mensch bleibt. Der Pflegedruck nicht.

Bei uns begleitest du im Alltag. Das ist keine Pflege unter anderem Namen, und das sagen wir so deutlich, wie es geht.

Was bleibt

  • Nähe zu älteren Menschen, die du aus deinem Beruf kennst
  • Dein Blick dafür, wie es jemandem heute wirklich geht
  • Gespräche, Spaziergänge, Erledigungen, gemeinsames Kochen
  • Feste Menschen, die dich wiedererkennen
  • Eine kurze digitale Notiz nach dem Besuch

Was wegfällt

  • Körperpflege: Waschen, Duschen, Toilettengang
  • Behandlungspflege: Verbände, Injektionen, Blutzucker
  • Medikamentengabe und Medikamente stellen
  • Heben, Lagern und Transfers
  • Schichtübergaben und Stationsverantwortung

Merkst du bei einem Besuch, dass pflegerisch etwas nicht stimmt, gibst du es an unsere Fachkraft weiter. Deine Erfahrung hilft dir beim Hinsehen, die Verantwortung für die Pflege liegt woanders.

Zwei Minuten. Dann rufen wir dich an.

Dein Abschluss ist schon eingetragen. Du musst noch nicht wissen, ob du neben deiner Stelle anfängst oder ganz wechselst. Das klären wir im Gespräch.

  • Kein Lebenslauf, kein Anschreiben
  • Antwort meist per Telefon in den nächsten Tagen
  • Dein Abschluss ist schon vorausgewählt
Wie möchtest du einsteigen?
Vorausgewählt: Pflegefachfrau / Pflegefachmann. Stimmt nicht? Einfach ändern.

Kein Lebenslauf, kein Anschreiben. Die Postleitzahl brauchen wir, um Menschen in deiner Nähe zu finden.

Noch etwas dazu sagen? (optional)
Anrufen geht meist schneller als Mails.
Wie viele Stunden pro Woche?
Was machst du gern?

Deine Angaben bleiben auf unseren Servern in Deutschland und dienen nur deiner Bewerbung. Datenschutzerklärung

Lieber erst sprechen? Ruf an: 0221 98650480

Ein Dienstag, ohne auf die Uhr zu rennen.

So kann ein Besuch aussehen. Jede Begleitung ist anders, weil jeder Mensch anders ist.

  1. Du klingelst bei Frau S. Ab jetzt ist deine Zeit bezahlt. Sie wartet schon mit der Jacke.

  2. Ihr geht zum Markt. Sie will Birnen und erzählt von dem Garten, den sie früher hatte.

  3. Zurück bei ihr. Kaffee, und sie zeigt dir Fotos von der Enkelin in Leipzig.

  4. Ihr plant den nächsten Dienstag: vielleicht der Friedhof, vielleicht die Bibliothek.

  5. Du tippst drei Sätze in die App und gehst. Niemand ruft hinter dir her.

Du hast in zwei Stunden nichts abgearbeitet. Du warst da.

Neben der Stelle testen oder richtig wechseln.

Nebenberuflich

Erst einmal nebenher

Ein fester Besuch pro Woche neben deiner jetzigen Stelle, als Minijob. Du merkst schnell, ob dir diese Arbeit guttut. Eine Nebentätigkeit musst du deinem Arbeitgeber in der Regel anzeigen; wir sagen dir, was wir dafür an Angaben liefern können.

Hauptberuflich (Teilzeit)

Als Hauptstelle in Teilzeit

Mehrere feste Menschen, planbare Tage, angestellt mit Urlaub und Lohnfortzahlung. Wie viele Stunden realistisch sind, hängt davon ab, wie viele Menschen in deiner Nähe gerade Begleitung suchen. Das sagen wir dir ehrlich vorher.

Was wir dir zusagen können

Nur, was wir wirklich zusagen. Alles Weitere steht im Vertrag.

Einstieg mit anerkanntem Abschluss
16 € pro Stunde, weitere Stufen nach Zeit im Team
Umfang
2 bis 12 Stunden pro Woche zum Start, hauptberuflich in Teilzeit auch mehr
Vertrag
Angestellt, kein Gewerbe: Minijob, Werkstudent:in, Teilzeit
Bezahlte Zeit
Ab dem Klingeln an der Tür. Fährst du direkt zum nächsten Einsatz, ist die Fahrt dazwischen bezahlt.
Einarbeitung
Bezahlt. Mit anerkanntem Abschluss in der Regel ohne zusätzliche Basisqualifizierung (40 UE).
Urlaub
Voller gesetzlicher Anspruch, auch im Minijob
Dokumentation
Eine kurze digitale Besuchsnotiz in der App
Rückhalt
Eine erreichbare Fachkraft und ein persönliches Team
Verdiene ich so viel wie in der Pflege?

Ehrlich gesagt: In der Regel nicht, wenn du tarifliche Zuschläge für Nacht, Wochenende und Schicht gewohnt bist. Dafür arbeitest du ohne diese Dienste, planbar und körperlich deutlich leichter. Viele beginnen deshalb nebenher und rechnen danach selbst.

Muss ich nachts, am Wochenende oder im Schichtdienst arbeiten?

Du wirst nicht in einen Schichtplan eingeteilt. Besuche vereinbaren wir mit dir und mit den Menschen, die du begleitest, und die meisten liegen tagsüber. Ob Abende oder Wochenenden für dich infrage kommen, sagst du uns vorher. Einzelne Zeiten garantieren können wir nicht, weil es auf die Menschen ankommt, die gerade Begleitung suchen.

Verliere ich damit meine Rolle als Pflegefachkraft?

Deinen Abschluss und deine Erfahrung verlierst du nicht. Du übst bei uns aber keine pflegerischen Tätigkeiten aus. Wer später zurück in die Pflege will, kann das. Wer Fachkraft- und Leitungsaufgaben sucht, findet sie unter „Alle Wege zu uns“.

Brauche ich für den Nebenjob eine Genehmigung?

Viele Arbeitsverträge in der Pflege verlangen, dass du eine Nebentätigkeit anzeigst oder genehmigen lässt. Schau in deinen Vertrag oder Tarifvertrag. Wir geben dir eine kurze Beschreibung der Tätigkeit mit, die du dafür vorlegen kannst.

Was, wenn mir bei einem Besuch etwas Pflegerisches auffällt?

Dann sprichst du mit unserer Fachkraft; sie ist erreichbar. Handeln musst du nicht selbst. Im Notfall rufst du wie jede und jeder den Rettungsdienst.

Du bist nicht aus dem Beruf gefallen. Nur aus dem Takt.

Such dir einen Menschen und eine feste Zeit aus. Den Rest klären wir gemeinsam.

Erst mal sprechen

Bewerbung in zwei Minuten