Eine ältere Person sitzt auf einem Stuhl am Straßenrand, neben ihr zwei kleine Hunde in Pullovern.

Für Sozialarbeiter:innen mit Bachelor

Mit anerkanntem Abschluss: Bachelor Soziale Arbeit

Weniger Fälle. Mehr Mensch.

Bei Vertraut Care begleitest du einen Menschen 1:1 – mit fester Zeit, echter Beziehung und ohne Fallstapel.

  • Keine Fallverantwortung
  • Angestellt, kein Gewerbe
  • Ab 2 Stunden pro Woche

Sechs Aktenzeilen. Oder ein Mensch.

Schalte um und sieh, was aus dem Stapel wird. Die Karten sind ein ausgedachtes Beispiel.

Hilfeplangespräch fällig · FrAntrag Kostenübernahme · Frist läuftRückruf Jobcenter · offenKrisengespräch · heute, dazwischenVerlaufsbericht · überfälligFallbesprechung · Di 9:00

Vom Fall zurück zur Person

Ein ausgedachter, aber realistischer Vergleich. Links ein Tag, wie ihn viele unter hoher Fallzahl kennen. Rechts ein Besuch bei uns. Achte darauf, wohin deine Aufmerksamkeit geht und wofür du am Ende verantwortlich bist.

Ein Tag im Dienst (Beispiel)

  1. Postfach: zwei neue Zuweisungen, ein Schreiben vom Amt, mehrere Rückrufbitten.

  2. Hausbesuch. Du hörst zu und denkst gleichzeitig an die Unterlagen, die für den Antrag noch fehlen.

  3. Ein Anruf, eine Familie in der Krise. Der Plan für den Vormittag ist vorbei.

  4. Hilfeplan schreiben. Die Person, um die es geht, begegnet dir jetzt als Aktenzeichen.

  5. Teamsitzung. Eine Kollegin fällt länger aus, ihre Fälle werden verteilt.

  6. Auf dem Heimweg denkst du an die Frau, bei der du diese Woche nur telefonisch nachhaken konntest.

Ein Besuch bei Vertraut Care (Beispiel)

  1. Du klingelst bei Herrn B. Ihr kennt euch seit ein paar Monaten.

  2. Bank, dann Bäckerei. Er erledigt es selbst, du gehst mit und hast Zeit.

  3. Auf einer Bank am Rhein erzählt er von seiner Schwester. Du fragst nach, weil es dich interessiert, nicht weil du etwas ableiten musst.

  4. Ihr verabredet euch für nächsten Dienstag.

  5. Drei Sätze in die App. Fällt dir etwas auf, das über den Alltag hinausgeht, gibst du es an unsere Fachkraft weiter.

Deine Verantwortung wird kleiner und klarer: Du bist für einen guten Besuch da, nicht für einen ganzen Fall.

Kein Antrag. Nur ein kurzes Formular.

Zwei Minuten, ohne Lebenslauf und Anschreiben. Ob du neben deiner Stelle beim Träger anfängst oder wechseln willst, besprechen wir am Telefon.

  • Kein Lebenslauf, kein Anschreiben
  • Antwort meist per Telefon in den nächsten Tagen
  • Dein Abschluss ist schon vorausgewählt
Wie möchtest du einsteigen?
Vorausgewählt: Bachelor Soziale Arbeit. Stimmt nicht? Einfach ändern.

Kein Lebenslauf, kein Anschreiben. Die Postleitzahl brauchen wir, um Menschen in deiner Nähe zu finden.

Noch etwas dazu sagen? (optional)
Anrufen geht meist schneller als Mails.
Wie viele Stunden pro Woche?
Was machst du gern?

Deine Angaben bleiben auf unseren Servern in Deutschland und dienen nur deiner Bewerbung. Datenschutzerklärung

Lieber erst sprechen? Ruf an: 0221 98650480

Begleitung, keine Fallarbeit.

Deine Ausbildung hilft dir, genau hinzusehen. Den Auftrag der Sozialen Arbeit übernimmst du bei uns aber nicht, und das ist Absicht.

Deine Aufgabe

  • Einen Menschen regelmäßig im Alltag begleiten
  • Zuhören, erzählen, Zeit miteinander verbringen
  • Zusammen einkaufen, spazieren gehen, kochen, spielen
  • Wahrnehmen, wie es jemandem geht, und es kurz in der Besuchsnotiz festhalten
  • Auffälligkeiten an unsere Fachkraft weitergeben

Nicht deine Aufgabe bei uns

  • Beratung im Sinne der Sozialen Arbeit, etwa zu Leistungen oder Ansprüchen
  • Fallverantwortung, Hilfeplanung oder Fallsteuerung
  • Anträge stellen oder für jemanden mit Behörden und Kostenträgern verhandeln
  • Krisenintervention
  • Eine Rolle, die über Hilfen oder Maßnahmen mitentscheidet

Merkst du, dass jemand Beratung oder Unterstützung bei Behörden braucht, sprichst du mit unserer Fachkraft; sie klärt, wer zuständig ist. In einer akuten Krise oder einem Notfall wählst du den Notruf und sagst danach der Fachkraft Bescheid.

Du wolltest mit Menschen arbeiten. Nicht gegen Stapel.

Das ist keine Kritik an deinem Berufsfeld. Es beschreibt Bedingungen, unter denen viele Sozialarbeiter:innen arbeiten.

Zu viele Fälle für eine Stelle

Jeder Mensch auf deiner Liste verdient Zeit. Bei der Fallzahl reicht sie oft nur für das Nötigste.

Krise statt Vorbeugung

Gearbeitet wird dort, wo es gerade brennt. Für das, was Krisen verhindern könnte, bleibt selten Raum.

Verwaltung frisst die Woche

Berichte, Hilfepläne, Anträge, Fristen. Die Logik der Kostenträger bestimmt, womit dein Tag gefüllt ist.

Verantwortung ohne Zeit

Du nimmst schwere Geschichten mit nach Hause, oft ohne die Zeit gehabt zu haben, die du für richtig hältst.

Beziehung auf Abruf

Zuständigkeiten wechseln, Hilfen laufen aus. Kontinuierliche Beziehungsarbeit ist eher die Ausnahme.

Bei uns ist der Auftrag bewusst kleiner: ein Mensch, eine feste Zeit, eine Begleitung, die auf Dauer angelegt ist.

Beim Träger bleiben oder umsteigen.

Nebenberuflich

Ein fester Besuch neben dem Dienst

Ein Nachmittag pro Woche als Minijob, neben deiner Stelle im Jugendamt, beim freien Träger oder in der Beratungsstelle. Du erlebst, wie sich Begleitung ohne Fallverantwortung anfühlt, und entscheidest danach.

Hauptberuflich (Teilzeit)

Als Hauptstelle in Teilzeit

Mehrere feste Menschen statt einer Fallliste. Wie viele Stunden möglich sind, hängt davon ab, wie viele Menschen in deiner Nähe Begleitung suchen. Das sagen wir dir ehrlich, bevor du irgendetwas kündigst.

Welche Fach- und Leitungsrollen es bei uns gibt, siehst du auf der Karriereseite unter „Alle Wege zu uns“.

Was feststeht, ohne Kleingedrucktes

Kein Bescheid, den du erst auslegen musst. Diese Bedingungen gelten für alle Begleiter:innen, auch mit Abschluss in Sozialer Arbeit.

Einstieg mit anerkanntem Abschluss
16 € pro Stunde, weitere Stufen nach Zeit im Team
Umfang
2 bis 12 Stunden pro Woche zum Start, hauptberuflich in Teilzeit auch mehr
Vertrag
Angestellt, kein Gewerbe: Minijob, Werkstudent:in, Teilzeit
Bezahlte Zeit
Ab dem Klingeln an der Tür. Fährst du direkt zum nächsten Einsatz, ist die Fahrt dazwischen bezahlt.
Einarbeitung
Bezahlt. Mit anerkanntem Abschluss in der Regel ohne zusätzliche Basisqualifizierung (40 UE).
Urlaub
Voller gesetzlicher Anspruch, auch im Minijob
Dokumentation
Eine kurze digitale Besuchsnotiz in der App
Rückhalt
Eine erreichbare Fachkraft und ein persönliches Team

Was Sozialarbeiter:innen uns fragen

Deine Frage ist nicht dabei? Ruf an: 0221 98650480
Berate ich die Menschen, die ich begleite?

Nicht im Sinne der Sozialen Arbeit. Du erklärst keine Leistungsansprüche, prüfst keine Bescheide und begleitest keine Verfahren. Natürlich redet ihr über alles, was jemanden beschäftigt. Wird daraus ein Beratungsbedarf, gibst du ihn an unsere Fachkraft weiter, und sie klärt, wer zuständig ist.

Trage ich Fallverantwortung?

Nein. Du steuerst keinen Fall, schreibst keinen Hilfeplan und bist nicht für die gesamte Versorgung eines Menschen zuständig. Deine Verantwortung ist dein Besuch: verlässlich da sein, aufmerksam begleiten, eine kurze Notiz schreiben. Für alles darüber hinaus gibt es eine erreichbare Fachkraft.

Darf ich das neben meiner Stelle beim öffentlichen oder freien Träger machen?

Das hängt von deinem Arbeitsvertrag ab. Im öffentlichen Dienst, etwa nach TVöD, und bei vielen freien Trägern, etwa mit AVR, musst du eine Nebentätigkeit in der Regel vorher anzeigen oder genehmigen lassen. Schau in deinen Vertrag oder frag in der Personalabteilung. Eine rechtliche Einschätzung können wir dir nicht geben, eine kurze Beschreibung der Tätigkeit für deine Anzeige schon.

Was, wenn ich merke, dass jemand in einer Krise steckt?

Krisenintervention gehört bei uns nicht zu deiner Aufgabe. Im Notfall wählst du den Notruf. Macht dir etwas Sorgen, das nicht akut ist, sprichst du mit unserer Fachkraft. Deine Erfahrung hilft dir, Anzeichen früh zu sehen, handeln musst du nicht allein.

Ist das nicht zu wenig für meinen Abschluss?

Es ist eine andere Arbeit, keine kleinere Version deiner bisherigen. Gesprächsführung, Haltung und ein Blick für Lebenslagen brauchst du bei jedem Besuch. Was wegfällt, ist die Verwaltung drumherum. Ob dir das reicht, merkst du am besten mit einem festen Besuch nebenher.

Weniger verwalten. Wieder begleiten.

Du hast Soziale Arbeit studiert, weil dir Menschen wichtig sind. Bei uns ist ein Mensch der ganze Auftrag, möglichst jede Woche derselbe.

Erst mal sprechen

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