Terminserien
Eine Serie endet, die nächste beginnt. Vertrauen entsteht oft genau dann, wenn die Verordnung ausläuft.

Für Sprachtherapeut:innen und Logopäd:innen
Mit anerkanntem Abschluss: Sprachtherapeut:in oder Logopäd:in
Kommunikation und Teilhabe ohne Therapieplan – mit einer festen Person und Zeit, die nicht nach dem nächsten Termin endet.
Eine Serie endet, die nächste beginnt. Vertrauen entsteht oft genau dann, wenn die Verordnung ausläuft.
Du achtest auf Laute, Pausen, Wortfindung, Stimme, Schlucken. Termin für Termin, mit voller Aufmerksamkeit.
Verordnung prüfen, Therapiebericht schreiben, Verlauf festhalten. Oft erst nach der letzten Einheit des Tages.
Ein Anruf am Morgen, und der Tag wird neu zusammengesetzt. Planbar ist anders.
Beraten, Rückfragen beantworten, Übungen für zu Hause erklären. Wichtig, aber selten in der Zeit, die dafür vorgesehen ist.
Das spricht nicht gegen Sprachtherapie oder Logopädie. Es beschreibt eine Verordnungslogik, in der ein Gespräch fast immer Behandlung sein muss.
Du bringst ein feines Ohr für Sprache mit. Bei uns nutzt du es, um gut zuzuhören, nicht um zu behandeln. Diese Grenze gilt auch dann, wenn jemand eine Sprach- oder Schluckstörung hat.
Macht dir beim Essen oder Trinken etwas Sorgen, zum Beispiel häufiges Verschlucken, sagst du es unserer Fachkraft. Sie sorgt dafür, dass die Zuständigen davon erfahren.
Ein Beispiel, wie ein Praxistag aussehen kann. Dauer und Takt sind überall anders. Schalte um.
Trag dich ein, wenn es gerade passt, zum Beispiel nach der letzten Einheit. Wir rufen dich an und hören zu, was du dir vorstellst: neben der Praxis oder als neue Hauptstelle in Teilzeit.
So kann ein Besuch aussehen. Wichtig vorweg: Das ist keine Sprachtherapie und keine Logopädie. Du übst nichts, korrigierst nichts und stellst keine Diagnosen. Du bist Gesprächspartner:in.
Du holst Frau L. zu Hause ab. Ab jetzt ist deine Zeit bezahlt. Ihr geht ins Café an der Ecke.
Sie bestellt selbst. Manchmal sucht sie ein Wort, und du wartest, statt es ihr vorzusagen.
Sie erzählt von ihrem Kirchenchor. Du fragst nach, lachst mit und lässt Pausen stehen.
Auf dem Rückweg verabredet ihr, nächste Woche die alten Chorlieder anzuhören.
Drei Sätze in die App. Kein Befund, kein Therapiebericht.
Ihr habt nichts geübt. Ihr habt euch unterhalten, und das war der ganze Auftrag.

Das kann vorkommen. Dann bist du Gesprächspartner:in, nicht Therapeut:in: Du hörst zu, lässt Zeit und findest mit der Person Wege, euch zu verständigen, ohne zu üben oder zu korrigieren. Dein Wissen hilft dir, geduldig zu bleiben. Einen Therapieauftrag hast du bei uns nicht.
Nein. Du stellst keine Diagnosen, planst keine Therapie und berätst Angehörige nicht wie in der Praxis. Fällt dir etwas auf, etwa beim Schlucken, schreibst du es in die Besuchsnotiz und sprichst mit unserer Fachkraft. Verändert sich die Sprache plötzlich, ist das ein Notfall: Dann rufst du sofort den Rettungsdienst.
Dann hörst du zu und verweist freundlich an die behandelnde Praxis oder an unsere Fachkraft. Tipps zu Übungen, zur Kommunikation als Therapie oder zum Schlucken gibst du bei uns nicht, auch wenn du es fachlich könntest.
Ja, als Minijob an Tagen, an denen du keine Therapien hast. Ob dein Praxisvertrag verlangt, dass du den Nebenjob anzeigst oder genehmigen lässt, steht meist unter Nebentätigkeit. Lies das nach, bevor du startest.
Das hängt von deiner jetzigen Stelle ab, und wir wollen nichts schönreden. Die genauen Zahlen stehen auf dieser Seite; leg sie neben deine Abrechnung. Was sich sicher ändert: keine Verordnungen, keine Berichte, keine Terminserien.
Nebenberuflich
Als Minijob neben deiner Stelle in der Praxis, an einem Tag, an dem du keine Termine hast. So merkst du, wie es sich anfühlt, zuzuhören, ohne mitzuschreiben.
Hauptberuflich (Teilzeit)
Mehrere feste Gesprächspartner:innen, verabredete Besuche, meist tagsüber. Wie viele Teilzeitstunden daraus werden, hängt davon ab, wie viele ältere Menschen in deiner Nähe gerade Begleitung wünschen. Das klären wir, bevor du deine Praxisstelle aufgibst.
Bist du in einer Praxis angestellt, schau in deinen Vertrag, ob du die Nebentätigkeit anzeigen musst.
Lohn, Umfang, Vertrag. Für Sprachtherapeut:innen und Logopäd:innen gilt, was für alle Begleiter:innen gilt, schwarz auf weiß.
Du weißt besser als die meisten, wie viel an Sprache hängt. Bei uns bekommt ein Mensch von dir Zeit zum Erzählen, ohne Therapieplan.